Basteln mit Salzteig

 

Basteln mit Salzteig und Ausstechformen

 

Salzteig eignet sich wunderbar, um mit Kindern zu kneten und zu basteln, und ist gerade in der dunklen Jahreszeit eine tolle Freizeitbeschäftigung für Jung und Alt. Deshalb möchte ich hier ein paar Bastelideen vorstellen, die meine Kinder und ich schon mit viel Spaß und Begeisterung umgesetzt haben. 

Es sind keine großartigen Vorbereitungen nötig, und auch Kinder ab 2-3 Jahren können problemlos mitmachen! Hier ist viel Platz für Kreativität und jeder kann seiner Phantasie freien Lauf lassen. Alles in allem nimmt dieses Projekt etwa einen Tag in Anspruch, es erfordert mehrere Arbeitsschritte und man muss die Backzeit einkalkulieren.

Man braucht:

Salzteig (das Rezept steht am Ende des Beitrags)

Ausstechformen und Nudelholz

Backofen

Farben (gerne Temperafarben oder andere Hobbyfarben) und Pinsel, um die Figuren anschließend mit Serviettenlack zu überziehen (optional)

 

Den Teig etwa 1 cm dick ausrollen. Mit den Ausstechformen nach Lust und Laune alle möglichen Figuren und Motive ausstechen, zum Beispiel Tiere, Blumen, Fahrzeuge oder lustige Lebkuchenmänner und -frauen. Alle Motive und Figuren auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und bei ca. 70-90 Grad im Ofen backen. Aber Backofen ist nicht gleich Backofen. Die optimale Backtemperatur kann von Ofen zu Ofen unterschiedlich sein. Beginnen Sie am besten mit einer etwas niedrigeren Temperatur, später kann man die Temperatur immer noch erhöhen! Es kann ein paar Stunden dauern, bis die Figuren fertig sind. Die Backzeit richtet sich nach der Ofentemperatur und danach, wie dick die Figuren sind. Man muss auf jeden Fall darauf achten, dass der Teig vollständig durchgehärtet ist. Ansonsten besteht die Gefahr, dass die kleinen Kunstwerke reißen und auseinanderfallen. Die Motive und Figuren sind komplett durchgehärtet, wenn sie sich beim Draufklopfen hohl anhören.

 

Hier ist ein bisschen Geduld gefragt. Auf keinen Fall sollte man versuchen, die Backzeit zu verkürzen, indem man die Temperatur erhöht. Denn durch zu viel Ofenhitze wölbt sich der Teig vom Blech nach oben und es können Blase und Risse im Teig entstehen. Also: Abwarten und Tee trinken. Könnte man die Figuren vielleicht bei niedriger Temperatur über Nacht im Ofen lassen? Also bei der niedrigsten Einstellung, die der Ofen zulässt? Je größer und dicker die Figuren sind, desto niedriger muss die Ofentemperatur sein, damit die Figuren durchhärten und der Teig nicht anbrennt oder reißt.

Wenn die Figuren durchgehärtet und abgekühlt sind, können sie nach Herzenslust bemalt und verziert werden. Dazu verwendet man am besten Temperafarben oder andere Hobbyfarben. Nach Möglichkeit sollten die Farben unverdünnt aufgetragen werden, da die Figuren durch den Wasseranteil weich werden und sich schlimmstenfalls auflösen können. Daher sind Wasserfarben nicht geeignet. Sollte die Farbe zum Bemalen aber zu dickflüssig sein, kann man sie vorsichtig ein wenig verdünnen. Es empfiehlt sich, die Figuren schrittweise zu bemalen und die Farbe zwischen den einzelnen Schritten trocknen zu lassen. Also zum Beispiel zunächst die Vorderseite oder die Grundfläche bemalen – trocknen lassen – und dann erst die Rückseite an- oder weitere Details aufmalen.

Oder man verzichtet ganz darauf, die Rückseite zu bemalen. Das hängt vom Verwendungszweck der Figuren ab. Vor ein paar Jahren kamen meine beiden ältesten Kinder (damals waren sie 7 und 9 Jahre alt) auf die Idee, als Weihnachtsgeschenk für Oma und Opa Kühlschrankmagneten aus Salzteig zu basteln.

Gesagt, getan. Nach dem Bemalen haben wir auf der Rückseite von den Figuren Magneten angebracht - das war's! Die Magneten sahen toll aus, und Oma und Opa haben sich sehr über die selbst gebastelten Geschenke gefreut! :) Einige der Magneten hatten wir zusätzlich noch mit Glitter dekoriert, diese kamen am Kühlschrank besonders gut zur Geltung. Darunter zum Beispiel ein komplett weißer Schneemann mit Silberpuder und ein dunkelblauer Delfin mit lilafarbenem Glanzeffekt. Leider hat sich ein paar Monate später herausgestellt, dass die Farbe das nicht vertragen hat. An den Figuren, die wir mit Glitter „in Szene” gesetzt hatten, blätterte die Farbe nach und nach ab. Bei den anderen Figuren hielt die Farbe gut. Ich weiß nicht, ob es an der Farbe lag oder ob es geholfen hätte, wenn wir die Figuren noch mit einer Lackschicht überzogen hätten. Danach haben wir nicht weiter mit Glitter experimentiert... Aber es sah toll aus, solange es gehalten hat!

Man kann mit den Salzteig-Figuren natürlich auch wunderbar einen ganzen Bauernhof oder Zoo bevölkern. Oder ein Aquarium. Oder eine Autobahn. Oder tolle Dekorationen zum Aufhängen basteln. Dazu sollte man die Figuren auf beiden Seiten bemalen. Wenn man selbst eine Farbe anmischt, mit der man die ganze Figur bemalen möchte, sollte man sich das Mischungsverhältnis gut merken, damit man wieder genau denselben Farbton erzielt, wenn die Farbe nicht reicht. Am besten ist es natürlich, wenn man von vornherein ausreichend Farbe anmischt. Außerdem sollte man beide Seiten am selben Tag bemalen, um zu verhindern, dass die Farbe möglicherweise über Nacht eintrocknet und nicht mehr benutzt werden kann. Wenn Sie die Figuren und Motive später aufhängen möchten, sollten Sie mithilfe eines spitzen Gegenstandes ein Loch in den Teig hineinbohren. Zum Beispiel mit einem Strohhalm oder einer dicken Stricknadel. Achten Sie darauf, dass das Loch nicht zu dicht am Rand ist, damit es später nicht ausreißt.

Es ist kinderleicht und eine tolle Freizeitbeschäftigung. Viel Spaß und gutes Gelingen!

Das Rezept für den Salzteig:

Es gibt zahlreiche Rezepte für Salzteig, und ich bin kein Profi, aber dies ist ein Rezept, das wir schon oft verwendet haben, und bisher hat es immer geklappt. Reicht für ca. 20-30 Figuren/Motive. Die Menge kann je nach Bedarf verdoppelt oder halbiert werden.

200 g Salz

200 g Weizenmehl

ca. 1 dl Wasser, erst nur die halbe Menge Wasser zum Mehl und Salz hinzugeben, den Teig kneten, bis er eine geschmeidige, gut formbare Konsistenz hat. Bei Bedarf noch mehr Wasser zufügen.

 

Hinweis! Wenn man Ausstechformen für Salzteig verwendet, sollte man die Formen direkt nach der Verwendung spülen. Das Salz im Teig kann sich in die Formen „hineinfressen”, sodass unschöne Rostflecken entstehen. Ausstechformen aus rostfreiem Edelstahl vertragen das, Ausstechformen aus Weißblech können durch das Salz leicht rosten. (Fast alle älteren Ausstechformen sind aus Weißblech, aber es gibt auch neuere Modelle, die noch aus Weißblech hergestellt sind. Schlicht und einfach aus dem Grund, weil Weißblech für Ausstechformen die idealen Materialeigenschaften besitzt – biegsam und gleichzeitig stabil. 

 

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