Lebkuchenhaus

Ein Lebkuchenhaus zu backen, gehört zu den schönsten Sachen, die man im Dezember machen kann. Dafür haben wir verschiedene Schablonen zusammengestellt, mit tollen Varianten für Lebkuchenhäuser. Außerdem gibt es von uns ein paar Tipps, wie man Lebkuchenhäuser baut.
 

VORBEREITUNG:

Bereite den Bau des Hauses am besten in einzelnen Schritten vor, damit du an jedem Teil deine Freude hast. Du kannst z. B. jeden Tag einen Schritt vorbereiten, um so diese schöne Adventsbastelei auf eine ganze Woche auszudehnen.

Schritt 1 : Wähle ein Lebkuchenhaus aus, dass du/ihr backen wollt, kaufe  den Lebkuchenteig oder mache ihn selbst.

Schritt 2 : Drucke die Schablone und schneide die Teile für das Lebkuchenhaus aus.

Schritt 3 : Rolle den Teig, schneide die Teile zu und backe sie.

Schritt 4 : Dekoriere die Teile.

Schritt 5 : Setze das Haus zusammen, fertige die Details.

Schritt 6 : Baue alles für das Drumherum - baue deine/eure eigene kleine Lebkuchenwelt!

 

SCHABLONEN:

Stelle die Schablonen am besten schon im Voraus her, damit sie fertig sind, wenn du/ihr mit dem Backen loslegt. Wenn sie auf etwas dickerem Papier ausgedruckt werden, kann man besser damit arbeiten. Schablonen für verschiedene Lebkuchenhäuser findest du z. B. hier.

Wenn du ein echtes Gebäude als Pfefferkuchenhaus nachbauen willst, kannst du dafür eine eigene Schablone erstellen. Das ist vielleicht nichts für Anfänger, aber es ist nicht so schwer, wie es aussieht.

 

TEIG:

Bereite den Lebkuchenteig vor, mindesten einen Tag vor dem eigentlichen Backen. Der Teig hat dann Zeit zum Gehen und lässt sich so besser verarbeiten. Mit gekauftem Teig kannst du direkt loslegen, da dieser schon ein paar Tage geruht hat.

Wenn die Menge Backpulver bzw.  Bicarbonat (in einem Teil der Rezepte ist es Backpulver, in anderen Bicarbonat) vermindert wird, geht der Teig beim Backen nicht so sehr auf. Das kann, wenn man Teile für ein Haus backen will, von Vorteil sein.

Unser Rezept für Pfefferkuchenteig findest du hier. Es gibt auch Rezepte für spezielle Pfefferkuchenhäuser - z. B. hier.

 

BACKEN:

Wenn die Teile im Ofen gebacken werden, dehnen sie sich aus. Wenn du das Blech aus dem Ofen geholt hast, kannst du die Schablonen drauflegen und die Kanten nachschneiden, damit sie gleichmäßig sind. Warte eine halbe Minute bevor du schneidest. Wenn die Teile nicht mehr ganz so heiß sind, geht es einfacher. Sie dürfen jedoch nicht ganz abkühlen, weil sie sonst leicht zerbrechen.

 

DEKORIEREN:

Verziere gerne die verschiedenen Teile, bevor du dein Pfefferkuchenhaus zusammensetzt.

Verwende alles, was du lecker und schön findest. Klassische Dekorationen sind weiße Zuckerglasur und Smarties, aber es gibt auch vieles andere, was gut aussieht und schmeckt. Silberperlen, Gummibärchen, Nüsse und Mandeln, Lakritze. Du kannst auch ein bestimmtes Thema für die Verzierungen wählen. Oder ganz nach deinem Geschmack, alles wild mischen.

Puderzucker auf dem Dach sieht immer wie schöner Neuschnee aus.

 

FENSTER:

Am einfachsten ist es, die Fensteröffnungen leer zu lassen und sie rund herum mit Zuckerglasur zu verzieren. Mit einer Lichterkette im Haus sieht es noch viel gemütlicher aus.

Man kann auch Fensterscheiben einsetzen, wenn man Lust hat:

Schöne Fenster erhält man, indem man harte Karamell-Süßigkeiten zerkleinert und die Splitter in die Fensteröffnungen füllt, damit sie während des Backens schmelzen. Fertig ist das schön gefärbte Fensterglas.

Eine etwas einfachere und dennoch schöne Variante ist es, Blättchen aus Gelatine als Fenster zu verwenden. Sie werden auf der Innenseite mit etwas Zuckerglasur oder geschmolzenem Zucker befestigt und glitzern schön im Licht.

 

ZUSAMMENFÜGEN:

Als Mörtel oder Fugenmasse kannst du geschmolzenen Zucker oder Zuckerglasur verwenden. Jedes Material hat seine Vor- und Nachteile.

Geschmolzener Zucker wird am schnellsten fest und hält am besten. Er ist aber auch sehr heiß, was nicht lustig ist, wenn man es auf die Finger bekommt.

Schmelze den Zucker in einer großen Pfanne (gusseiserne Pfannen sind vorzuziehen) oder einem tiefen Backblech, damit du die Teile für das Haus gut eintauchen kannst. Rühre ständig um, damit der Zucker nicht anbrennt. Er soll braun, aber nicht schwarz werden. Tauche die Teile, die zusammengefügt werden sollen, kurz ein und halte sie für ein paar Sekunden zusammen. Der Zucker wird schnell fest. Pass' auf deine Finger auf!

Zuckerglasur ist dagegen ein sehr kinderfreundliches Material, da man sich daran nicht verbrennen kann. Man muss im Nachhinein auch keine schmutzige Pfanne saubermachen.  Zuckerglasur braucht man eh, um das Haus zu dekorieren, und es ist sinnvoll, das gleiche Material zu verwenden. Es dauert aber viel länger, bis es getrocknet und fest ist, als mit geschmolzenem Zucker, und es hält nicht so gut.

Dieses Rezept für Zuckerglasur kann ich sehr empfehlen. Es stammt von ica.se, und ich bin nicht die einzige, die es toll findet.

1 Eiweiß

4 dl Puderzucker

1 TL Essigsäure (12%)

 

Verrühre das Eiweiß, den Puderzucker und den Essig, am besten mit einer Küchenmaschine. Fülle die Zuckerglasur in eine Spritztüte und dekoriere dein Haus.

Man muss keine Küchenmaschine verwenden, aber es ist ein guter Tipp, wenn man eine dicke und luftige Zuckerglasur bekommen will, die sich besser spritzen lässt. Wenn du keine Spritztüte hast, kannst du auch eine Plastiktüte verwenden, von der du eine Ecke abschneidest. Denke daran, dass zum Dekorieren ein kleines Loch besser ist und sich das Loch schneller vergrößert, als man denkt. ;)

 

BACKEN MIT KINDERN:

Wenn du mit Kindern backen willst, solltest du deinen Ehrgeiz etwas dämpfen, es kommt nicht darauf an, das schönste Haus zu backen, sondern zusammen Spaß zu haben. Pfefferkuchenhäuser dürfen ruhig etwas windschief sein! Das gibt ihnen den richtigen Charme. =)

Wenn du zu denen gehörst, die ein schönes Haus backen wollen, mit Betonung auf schön, aber gleichzeitig die Kinder mitmachen wollen, solltet ihr euch vielleicht zwei verschiedene Hausprojekte überlegen. Eines bei dem die Kinder genau das machen können, was sie wollen, auch wenn dabei ein total kitschiges Kinderhaus herauskommt. Das andere Haus kann dein eigenes sein, wo dein guter Geschmack nicht durch eifrige Kinderhände zunichte gemacht wird. =)
 

LEBKUCHENWELTEN:

Was du um das Haus herum stellst, kann zu einer ganz eigenen Welt werden.

Warum backst du nicht eine Märchenwelt, inspiriert durch dein Lieblingsmärchen? Eine Lebkuchenburg voll von Lebkuchenprinzessinnen und -prinzen oder Lebkuchenrittern?

Eine Autorennbahn aus Lebkuchenteig zu backen, wäre eine andere, tolle Alternative. Verschiedene Rennautos fahren darauf um die Wette und  Lebkuchenomis und -opis jubeln in der Menge.

Weitere schöne Alternativen für Lebkuchenhäuser und Lebkuchenwelten könnten sein:

ein Bauernhof

eine Dinosaurier-Welt

ein Zoo

eine Safari

ein Aquarium / die Tiefsee

Suchst du nach Ausstechformen für die verschiedenen Figuren, kannst du unsere Suchfunktion links auf unserer Webseite verwenden. Oder schaue unter den verschiedenen Rubriken nach. Wir haben viele Motive, aber vielleicht fehlt dir noch eines. Dann melde dich gern bei uns mit deinen Vorschlägen!

 

WEITERE TIPPS

Sich zu treffen, um zusammen ein Lebkuchenhaus zu backen, macht großen Spaß! Wenn man viele Hände hat, kann man sich in Gruppen aufteilen und mehrere Häuser zu verschiedenen Themen bauen.

Wenn man ein richtig begeisterten Lebkuchenhausbäcker ist, dann gibt es jede Menge Bücher zum Thema. Hier gibt es Schablonen zu mehreren Dutzend Häusern, alles von Vogelhäusern und Leuchttürmen bis zur Villa Kunterbunt und dem Eiffelturm. Das bekannteste Buch wurde von den Schwestern Eva Grane und Ylva Norman geschrieben und illustriert. Hier kannst du es kaufen: Knusper, knusper Häuschen - Die originellsten Lebkuchenhäuser backen und bauen.

Mehr Tipps von Profis und versierten Amateuren findest du hier und hier.

     

Produziert von:  Wikinggruppen