Warum wir keine Ausstechformen aus Kunststoff verkaufen?

In meinem letzten Beitrag habe ich über die Vor- und Nachteile von unterschiedlichen Materialien berichtet, die für die Herstellung von Ausstechformen üblicherweise verwendet werden. Heutzutage sind die meisten Ausstecher aus Weißblech oder Edelstahl. Aber woraus bestehen die unterschiedlichen Materialien eigentlich?

Alle Ausstechformen in unserem Sortiment sind aus Metall, das für den direkten Kontakt mit Lebensmitteln zugelassen ist. Der Großteil unserer Ausstechformen besteht aus Edelstahl, wir haben aber auch viele Ausstecher, die aus Weißblech gefertigt sind.

Weißblech wird schon seit Jahrhunderten verwendet, viele alte Tee- und Keksdosen sind beispielsweise aus Weißblech. Außerdem kommt es bei der Herstellung von Dosen und Konserven zum Einsatz. Weißblech besteht aus Stahlblech, das auf der Oberfläche mit einer dünnen Zinnschicht versehen ist, die dafür sorgt, dass der Stahl nicht rostet. Zinn ist sehr widerstandsfähig und bietet daher einen guten Schutz vor Säure, Kochsalz oder destilliertem Wasser.

Edelstahl wird auch als rostfreier Stahl bezeichnet und ist seit seiner Erfindung vor ungefähr 100 Jahren nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken, auch in der Küche ist Edelstahl häufig anzutreffen. Es handelt sich dabei um eine Legierung (Stoffverbindung) aus verschiedenen Metallen, welche Metalle das im Einzelnen sind, hängt vom Verwendungszweck des jeweiligen Endprodukts ab. Obwohl Edelstahl auch unter dem Begriff rostfreier Stahl geläufig ist, besteht er zum größten Teil aus Eisen und kann daher unter Umständen durchaus rosten. Allerdings weist Edelstahl eine hohe Rostbeständigkeit auf, deren Grad von der Zusammensetzung der Legierung abhängt. Edelstahl sondert keine Schadstoffe oder Chemikalien ab.

Kunststoff (oder auch Plastik) ist der Oberbegriff für eine große Materialgruppe. Einige Kunststoffe sind völlig harmlos und ungefährlich, andere wiederum sind sogar giftig. Kunststoff ist unglaublich praktisch (es kann zum Beispiel nicht rosten... ), aber leider ist es schwierig, den Überblick über die genauen Inhaltsstoffe zu behalten. Und wenn Kunststoff einen Teil seiner Inhaltsstoffe „freisetzen“ oder absondern sollte, bemerkt man es nicht. Der ausschlaggebende Grund dafür, dass wir bei Formina keine Ausstechformen aus Kunststoff in unserem Sortiment führen, ist eben genau diese Ungewissheit bezüglich der genauen Materialbeschaffenheit und Zusammensetzung. Auch wenn der betreffende Werkstoff als sicher klassifiziert ist, sind wir der Meinung, dass man zu wenig über dieses Material weiß, als dass man es als völlig unbedenklich einstufen könnte.

Kunststoff wird als Material generell immer mehr infrage gestellt, auch wenn sich die meisten von uns heute nur noch schwer vorstellen können, völlig auf Kunststoffprodukte zu verzichten. Als ich klein war, hat ein guter Freund meiner Familie mal etwas in der Richtung gesagt wie:

- Was passiert eigentlich, wenn eines Tages jemand feststellt, dass Kunststoff giftig ist?

Damals haben wir uns mit dieser Frage nicht weiter ernsthaft auseinandergesetzt. Es hat wohl niemand für möglich gehalten, dass dieser Tag einmal tatsächlich kommen könnte. Heute sind wir klüger und wissen es besser. Immer mehr Menschen sind sich der Nachteile von Kunststoffprodukten und Plastikverpackungen bewusst und vermeiden sie, wo es nur geht. Wir möchten unseren Beitrag zum Umweltschutz leisten, u. a. dadurch, dass wir unsere Ausstechformen aus Metall statt aus Kunststoff herstellen.
 

Ja, das war ein kurzer Beitrag zu Materialeigenschaften und Umweltschutz...

Das nächste Mal stelle ich an dieser Stelle ein leckeres Brotrezept vor!  

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