Rostfreie Ausstechformen

Ausstechformen werden aus den unterschiedlichsten Materialien hergestellt. Früher fertigte man sie aus Holz, aber solche Ausstecher habe ich nur auf alten Bildern gesehen, nie in der Realität. Ein etwas neueres Material, das aber auch bereits etliche Jahre auf dem Buckel hat, ist Weißblech – das vielleicht klassischste Material für Ausstechformen. Modernere Varianten sind Edelstahl und Kunststoff.

Wenn Sie ein paar alte Ausstechformen besitzen, die Sie geerbt oder auf dem Flohmarkt erstanden haben, dann sind diese mit größter Wahrscheinlichkeit aus Weißblech und weisen vermutlich eine charmante unregelmäßige Farbgebung auf (manche würden es vielleicht eher als hässliche Färbung bezeichnen). Die meisten Ausstechformen aus Weißblech bekommen im Laufe der Jahre kleine Rostflecken.

Edelstahl oder Kunststoff haben also auch eindeutige Vorteile. Man sollte eigentlich annehmen, dass diese beiden Werkstoffe als Materialien für Ausstechformen den Markt mittlerweile erobert haben. Aber das ist ganz und gar nicht der Fall. Und zwar aus folgendem Grund: Weißblech besitzt einfach die idealen Materialeigenschaften für Ausstechformen – es ist stabil und gleichzeitig biegsam. Weißblech eignet sich ebenfalls hervorragend, um in Eigenregie ein paar schöne und persönliche Ausstecher zu basteln. Es kann ganz einfach zurechtgeschnitten und in die gewünschte Form gebogen werden.

Wenn man sich das ehrgeizige Ziel setzt, eine Ausstechform mit einem etwas aufwändigeren Motiv herzustellen oder vielleicht sogar selbst zu basteln, ist dieses Vorhaben mit Edelstahl nicht unbedingt leicht zu bewerkstelligen. Entweder muss man bei der Stabilität Abstriche machen, oder man muss dünneren und biegsameren Edelstahl wählen (das führt allerdings dazu, dass die Ausstechformen weniger stabil sind und leichter verformen). Wenn man dickere und stabilere Streifen aus Edelstahl verwendet, kann es wiederum sein, dass man beim Design auf kleinere, filigrane Details verzichten muss, da diese sich mit dem dickeren Material nicht formen lassen.

Kunststoff ist in puncto Formbarkeit und Gestaltungsmöglichkeiten das flexibelste Material, da man die Formen gießen kann (alternativ kann man sie sogar mithilfe eines 3D-Druckers entwerfen). Aus verschiedenen Gründen, die ich in einem anderen Beitrag ausführlicher erläutern werde, haben wir uns bei Formina dafür entschieden, in unser Sortiment keine Ausstechformen aus Kunststoff aufzunehmen.

Wenn man auf der sicheren Seite sein und sich keine Gedanken über die richtige Pflege seiner Ausstechformen machen möchte, sollte man auf Edelstahl-Ausstecher setzen. Aber vielleicht sind ja gerade die Ausstecher, die Ihnen am besten gefallen, aus Weißblech. Nehmen Sie sich dann auf jeden Fall ein bisschen Zeit, um die Ausstecher zu pflegen. Bei der richtigen Handhabung und Pflege werden Sie jahrelang Freude an Ihren Lieblingsausstechern haben. Und die richtige Pflege ist wirklich nicht schwierig. Hier sind ein paar nützliche Tipps:

 

SO GEHT'S:

Spülen Sie die Ausstechformen kurz unter warmem Wasser ab.

Legen Sie die Ausstechformen zum Trocknen auf ein trockenes Handtuch oder Geschirrspültuch und achten Sie darauf, dass die Ausstecher nicht übereinanderliegen, oder

Trocknen Sie die Ausstecher direkt nach dem Spülen mit einem Geschirrspültuch ab.

Wischen Sie die Ausstechformen direkt nach Gebrauch einfach nur mit Küchenpapier ab, sie sind ja sowieso bald wieder im Einsatz ;)

 

SO GEHT'S NICHT:

Feuchte Ausstechformen sollten nicht zum Trocknen auf einer Küchenspüle aus Edelstahl liegen, da sie an den Kanten, wo sich die beiden Materialien berühren, schnell zu rosten beginnen.

Ausstechformen sollten nicht zu lange im Spülwasser oder an nassen und feuchten Stellen liegen.

Nasse oder feuchte Ausstechformen aus unterschiedlichen Materialien sollte man nicht auf einem Stapel trocknen lassen. Man sollte auch nicht andere nasse gespülte Gegenstände darüberstapeln oder sie mit einem Geschirrspültuch abdecken. So werden die Ausstechformen nur noch nasser. Wenn sich zwei verschiedene Materialien, die noch dazu feucht oder nass sind, berühren, bilden sich an den Berührungspunkten schnell Rostflecken.

Gleiches gilt beim Einsatz einer Spülmaschine: Solange die Ausstecher einzeln für sich liegen, ist alles in Ordnung. Aber sobald man Edelstahl-Ausstecher und Ausstechformen aus Weißblech in der Spülmaschine auf einen Haufen schmeißt, können sich Rostflecken bilden.

Ausstechformen aus Weißblech sollte man nicht ins Gefrierfach oder die Gefriertruhe legen. (Der Zinnanteil im Weißblech verträgt keine Kälte).

 

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